Dezember 2020

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Stephanus!

Als „ausgestreckte Hand Christi“ hat Papst Franziskus einmal Menschen bezeichnet, die sich ehrenamtlich engagieren. Da hat er Recht. Durch die ehrenamtliche Leidenschaft vieler zeigt die Stephanusgemeinde ihr offenes und freundliches Gesicht. Durch Sie wird unsere Gemeinde lebendiger und wärmer. Wir sagen Ihnen im Namen des Kirchenvorstands herzlich Dank für Ihr Mitmachen, Mitbeten, Mitdenken und manchmal auch Mitleiden in unserer Gemeinde. Mit diesem Pfund können wir wuchern. Es ist aber auch ein rares Gut, mit dem wir sehr sorgsam umgehen wollen, denn unsere Gemeinde bleibt auf ein breites ehrenamtliches Engagement angewiesen.

Es geht ein Krisenjahr zu Ende und viele Menschen fragen sich: Was für eine Weihnachtszeit liegt vor uns?  Auf jeden Fall werden wir Weihnachten 2020 nicht „wie immer“ feiern; damit sollten wir uns abfinden. Aber glücklicherweise können wir auch anders!

Weihnachten als Fest der Familie. Ja, denn Gott nimmt uns in seine Familie auf. Egal, ob wir allein, mit zwei, vier oder sechs Personen die Festtage verbringen.

Weihnachten als Fest der Liebe. Vielleicht hat diese Liebe in diesem Jahr mehr Chancen, gesehen und gehört zu werden: Die Liebe Gottes, die sich im Kind in der Krippe offenbart, das schließlich zum Mann am Kreuz wird.

Weihnachten als Fest der Geschenke. Das Budget ist bei Geschenken die eine Sache. Doch die andere entscheidende Frage ist, was das Gegenüber wirklich braucht. Vielleicht können wir uns unnötigem Kaufrausch entziehen und lieber Persönliches gestalten, dem „weniger ist mehr“ verschreiben oder gleich für Bedürftige bei uns oder anderswo auf der Welt spenden. Und das größte Geschenk kommt sowieso anders. Das Geburtstagskind bringt selbst das Geschenk:

Unsere Versöhnung mit Gott.

Weihnachten als Fest der Reisenden. Reisen zur Familie, zu Freunden, zu Oma und Opa…; manch eine Reise wird dieses Jahr ausfallen. Schauen wir auf Maria und Josef, sie waren Reisende in einer Ausnahmesituation. Der Stall war nicht ihr Reiseziel. Aber gerade in dieser „missglückten“ Reise kam unser Retter zur Welt.

Wir alle befinden uns gerade auf unterschiedlich schwierigen Wegesteilen mit unseren eigenen Ängsten, Sorgen und Hoffnungen.

Blicken wir gemeinsam mit fester oder zaghafter Gewissheit in diese ungewissen Zeiten, denn der Zuruf der Engel gilt uns in diesem Jahr besonders und wird von uns vielleicht auch dankbarer als sonst gehört:

„Fürchtet Euch nicht!“

Also: Weihnachten wie immer, – nur anders.

Wir wünschen Ihnen ein von Gott gesegnetes, kreatives, mutiges oder ganz schlichtes Weihnachtsfest.

Bleiben Sie und die Ihren behütet und seien Sie herzlich gegrüßt

Ihre

Pastor Ewald Grossmann & Detlef Pfingsten (2. Vors. des KV)

Den von Pastor Grossmann und D. Pfingsten unterschriebenen Weihnachtsbrief können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

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